Archiv für Juli, 2008

Ramona Palolem (2)

Juli 22, 2008

Ramona Palolem (1), Leben, Geist, Materie oder so viele Sterne am Himmel und so viele Sandkörner am Meer

Wassertropfen als Ausgangspunkt des Denkens

Wassertropfen als Ausgangspunkt des Denkens

Situationen als Ausgangspunkt des Denkens

Während das Taj Mahal – ein Grabmal aus Marmor – von dem indischen Großmogul Shah Jahan 1651 für seine Lieblingsfrau Mumtaz Mahal erbaut wurde, die bei der Geburt ihres 14. Kindes starb, weshalb der Großmogul Shah Jahan untröstlich über ihren Tod war und diesen Prunkbau aus rotem Sandstein und Marmor als eine Meisterleistung indo-islamischer Kunst errichtete, ist Ramona eine junge Frau der Jetztzeit, für die Situationen zum Ausgangspunkt eines Denkens geworden sind, das keine Methode hat. Das Denken fängt an mit einer Begegnung, einer Beobachtung eines Wassertropfens, einem Ding oder eimem Moment der Realität.

Nach dem Anblick des Taj Mahal wenden sich Ramonas Gedanken ins Fiktive der Vergangenheit, die Wirklichkeit herausfordern und lassen den zu Stein gewordenen Seufzer des Taj Mahal real werden. Es wurden die geschicktesten Handwerker aufgeboten. Sie schufen das Mausoleum mit seinen 22 Kuppeln und den 40 Metern hohen Minaretten an den vier Ecken der Umfassungsmaueer. Im Zentralbau fanden Mumtaz Mahal und später auch ihr Gemahl Sha Jahan ihre gemeinsame Ruhestätte. Das Taj Mahal inmitten des 18 Hektar großen Garten mit seinen Zypressen und Teichen ist eine ganzheitliche Vision des göttlichen Paradieses auf Erden. Im heutigen Bundesstaat Uttar Pradesh gelegen, wurde der Prunkbau in aller Welt zum märchenhaften Symbol für den indischen Subkontinent.

Für Steven sind an diesem späten Nachmittag nicht nur die Gedanken schwer, sondern auch ein bevorstehender Abschied. Noch einige Minuten und eine Geschichte mit Ramona wird der Vergangenheit angehören. Das letzte Schließen der Tür des Apartments, ein letzter flüchtiger Kuss, das leise „Good Luck“ Ramonas und Steven ist so alleine wie noch nie zuvor … (Fortsetzung folgt).