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DIE HÄLFTE DER 2007 GETÖTETEN JOURNALISTEN STARB IM IRAK

Januar 23, 2008

US-MEDIENKRISE: QUALITÄT IN GEFAHR – JOURNALISTEN HABEN «ANGST»

Januar 23, 2008

Die Medien ziehen sich immer mehr von der aufwendigen journalistischen Arbeit zurück. Es fehlt Geld für Reporter und Rechercheure, insbesondere der investigative Journalismus hat enorm gelitten. Wachsendes Desinteresse der Amerikaner an den klassischen Nachrichtensendungen und Zeitungen macht das ganze zu einem Teufelskreis: «Die alten Medien sterben». Während 1965 laut Studie des PEW-Instituts in Washington noch 71 Prozent der Amerikaner Zeitungen lasen, sind es heute nur noch etwa 40 Prozent.

Die «Angst» geht um unter den US-Journalisten. Amerikaner nutzen das deutsche Wort «Angst», wenn sie eine besondere Bedrohlichkeit des Gefühls beschreiben wollen. Genau so sieht der Direktor des Journalismus-College der Universität Maryland, Prof. Thomas Kunkel, die Sorgen der Branche. Werden gut ausgebildete Journalisten «einmal so anachronistisch sein wie heute der Setzer in der Zeitung?», fragt Kunkel im Medien-Blatt «American Journal Review» (AJR). Nicht ganz, meint er, «aber der unbarmherzige Druck des modernen Nachrichtengeschäfts» werde den Journalismus in ungeahntem Ausmaß verändern.